Ratgeber · Haare & Kopfhaut

Rosmarinöl für die Haare: Was es kann und wie du es richtig anwendest

Rosmarinöl ist das bekannteste Hausmittel bei dünner werdendem Haar. Hier erfährst du, was die Forschung dazu herausgefunden hat, wie du das Öl richtig anwendest und was du realistisch erwarten kannst.

von Growly RatgeberStand: 21.09.2026ca. 10 Min. Lesezeit

Frau trägt abends im Bad mit einer Pipette Rosmarinöl auf ihren Scheitel auf
Rosmarinöl gehört auf die Kopfhaut, am besten abends als kleines Ritual.Symbolbild, mit KI erstellt

Auf TikTok zeigen Vorher-Nachher-Videos schon nach wenigen Wochen volleres Haar, und in der Drogerie stehen plötzlich viele verschiedene Fläschchen. Der ganze Hype geht vor allem auf eine einzige Studie aus dem Jahr 2015 zurück. Sie zeigt mehr, als Skeptiker denken, aber auch weniger, als die Videos versprechen.

Das Wichtigste in Kürze

Zu Rosmarinöl gibt es eine Studie mit 100 Menschen: Die eine Hälfte benutzte Rosmarinöl, die andere Minoxidil, ein Mittel aus der Apotheke. Nach sechs Monaten war die Zahl der Haare in beiden Gruppen ähnlich stark gestiegen. Nach drei Monaten war dagegen noch in keiner Gruppe etwas messbar. Das Öl muss verdünnt auf die Kopfhaut, und zwar vier- bis fünfmal pro Woche über mindestens drei bis sechs Monate.

Was ist Rosmarinöl eigentlich?

Rosmarinöl wird aus den Blättern der Rosmarinpflanze gewonnen, meistens mit heißem Wasserdampf. Auf der Zutatenliste von Kosmetik steht es als Rosmarinus Officinalis Leaf Oil. Heraus kommt ein sogenanntes ätherisches Öl. Es ist sehr stark, fast so flüssig wie Wasser und riecht würzig nach Kräutern.

Weil es so stark ist, sollte es nicht pur auf die Haut. Was als „Rosmarinöl für die Haare“ verkauft wird, ist deshalb fast immer eine Mischung: ein kleiner Teil Rosmarinöl in einem milden Öl, zum Beispiel Jojoba-, Argan- oder Traubenkernöl. Meistens sind nur 1 bis 3 Prozent Rosmarin darin.

Im Regal findest du unter fast demselben Namen drei verschiedene Produkte:

  • Ätherisches Rosmarinöl, meist in einem kleinen braunen 10-ml-Fläschchen. Es ist zum Verdünnen gedacht und nicht zum direkten Auftragen.
  • Fertiges Haaröl mit Rosmarin, das schon verdünnt ist und direkt auf die Kopfhaut kann.
  • Rosmarinwasser, also ein Aufguss mit Wasser, ähnlich wie ein Tee. Dazu erfährst du weiter unten mehr.
Drei Rosmarin-Produkte nebeneinander: ätherisches Öl im kleinen Braunglas, Haaröl mit Pipette und Rosmarinwasser in einer Sprühflasche
Ätherisches Öl, fertiges Haaröl, Rosmarinwasser: drei Produkte mit fast demselben Namen.Symbolbild, mit KI erstellt

Wer im Internet nach „Rosmarinöl Haare“ oder „Rosmarin Öl“ sucht, meint meistens das fertige Haaröl. Wer sich seine Mischung selbst machen will, braucht dagegen das ätherische Öl.

In eigener Sache: Wir stellen selbst ein Rosmarin Haaröl her. Es ist schon verdünnt, damit das Abmessen wegfällt. Zum Growly Haaröl

Wie wirkt Rosmarinöl auf die Kopfhaut?

Forscher vermuten drei Wege, auf denen Rosmarin wirken könnte. Der erste wurde im Labor genauer untersucht. Die anderen beiden beruhen auf bekannten Eigenschaften der Pflanze.

1. Es bremst die Bildung eines Stoffes, der Haarwurzeln schwächt

Beim erblich bedingten Haarverlust spielt das Hormon DHT eine große Rolle. Es entsteht im Körper aus Testosteron. Haarwurzeln, die empfindlich auf DHT reagieren, werden mit den Jahren kleiner und bilden immer dünnere Haare. Hergestellt wird DHT von einem Enzym, also einem Helfer-Stoff im Körper. Genau dieses Enzym blockieren auch manche Tabletten gegen Haarausfall.

Forscher aus Japan haben 2013 im Labor getestet, wie stark ein Extrakt aus Rosmarinblättern dieses Enzym bremst. Das Ergebnis: Der Extrakt bremste es fast genauso stark wie das Medikament Finasterid. Dafür brauchte man allerdings rund 2.000-mal so viel Extrakt wie Finasterid. Außerdem wuchs bei Mäusen, deren Fellwachstum durch Testosteron gebremst war, das Fell mit dem Extrakt besser nach.

Das ist ein spannendes Ergebnis. Ob genug Wirkstoff bis zur Haarwurzel kommt, wenn man ein paar Tropfen auf die Kopfhaut gibt, wurde beim Menschen aber noch nicht untersucht.

2. Es fördert die Durchblutung

Rosmarinöl sorgt auf der Kopfhaut für ein leichtes Kribbeln und ein warmes Gefühl. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass die Haut stärker durchblutet wird. Dadurch wächst ein Haar nicht automatisch schneller. Eine schlecht versorgte Haarwurzel hat es aber schwerer. Koffein und Pfefferminzöl, die oft zusammen mit Rosmarin verwendet werden, wirken in eine ähnliche Richtung.

3. Es pflegt eine gereizte Kopfhaut

Rosmarin enthält Stoffe, die die Haut schützen und im Labor gegen Keime wirken. Das ist bei einer gereizten oder schuppigen Kopfhaut wichtig, denn aus einer entzündeten Kopfhaut wachsen Haare schlechter. Viele merken deshalb zuerst eine ruhigere Kopfhaut, lange bevor sich an den Haaren etwas verändert.

Hilft Rosmarinöl wirklich? Das zeigt die Forschung

Die Studie von 2015 ist bis heute die einzige größere Untersuchung von Rosmarinöl am Menschen. Sie wird oft zitiert, aber selten genau gelesen. Dazu kommen zwei Studien zu Stoffen, die häufig zusammen mit Rosmarin verwendet werden.

Rosmarinöl im Vergleich mit Minoxidil (2015)

  • Wer: 100 Menschen mit erblich bedingtem Haarverlust. Die eine Hälfte benutzte sechs Monate lang Rosmarinöl, die andere Minoxidil (2 %), ein Mittel aus der Apotheke.
  • Ergebnis: Nach sechs Monaten hatten beide Gruppen deutlich mehr Haare als am Anfang. Zwischen den Gruppen gab es keinen nennenswerten Unterschied. Über juckende Kopfhaut klagten in der Minoxidil-Gruppe mehr Menschen.
  • Aber: Nach drei Monaten war in keiner Gruppe etwas messbar. Es gab keine Vergleichsgruppe ohne Wirkstoff, und die Studie wurde bisher nicht in größerem Rahmen wiederholt.

Koffein im Vergleich mit Minoxidil (2017)

  • Wer: 210 Männer, sechs Monate lang. Die einen benutzten eine Koffein-Lösung, die anderen Minoxidil (5 %). Gemessen wurde, wie viele Haare gerade wachsen.
  • Ergebnis: Der Anteil der wachsenden Haare stieg mit Koffein um 10,59 Prozent und mit Minoxidil um 11,68 Prozent. Der Unterschied war so klein, dass er auch Zufall sein kann.
  • Aber: Alle Teilnehmer wussten, welches Mittel sie benutzten. Getestet wurde das Koffein-Liquid von Alpecin, dessen Hersteller heute mit dieser Studie wirbt.

Pfefferminzöl im Tierversuch (2014)

  • Wer: Mäuse, vier Wochen lang. Pfefferminzöl (3 %) wurde mit Minoxidil (3 %) und anderen Mitteln verglichen.
  • Ergebnis: Mit Pfefferminzöl bildeten sich die meisten Haarwurzeln, und sie saßen am tiefsten in der Haut.
  • Aber: Das war ein Tierversuch, dessen Ergebnis sich nicht einfach auf Menschen übertragen lässt.

„Kein nennenswerter Unterschied“ heißt: Die Studie konnte keinen Unterschied messen. Das ist nicht dasselbe wie der Beweis, dass beide Mittel gleich gut wirken. Außerdem wurden in allen drei Studien genau abgemessene Mischungen verwendet und keine selbst gemischten Öle.

Was heißt das für dich? Rosmarinöl ist das am besten untersuchte pflanzliche Mittel in diesem Bereich. Der Effekt in der Studie war echt. Er brauchte aber ein halbes Jahr und war nicht größer als der eines schwach dosierten Medikaments.

Nach drei Monaten war in der Studie in keiner Gruppe etwas messbar. Wer nach sechs Wochen aufhört, hört also zu früh auf.

Rosmarinöl ohne Abmessen

Unser Rosmarin Haaröl ist schon fertig verdünnt. Mit Pipette und Kopfhaut-Applikator kommt es genau an Scheitel und Schläfen, in etwa 30 Sekunden am Abend.

Zum 30-Sekunden-Ritual

Wie wendet man Rosmarinöl richtig an?

Bei der Anwendung passieren die meisten Fehler. Drei Dinge sind entscheidend: Das Öl gehört auf die Kopfhaut, es muss verdünnt sein, und du musst es regelmäßig benutzen.

Nahaufnahme: Ein Tropfen Rosmarinöl wird mit einer Glaspipette direkt auf den Scheitel gegeben
Das Öl gehört auf die Kopfhaut und nicht in die Längen.Symbolbild, mit KI erstellt
  1. Verdünnen, wenn du ätherisches Öl benutzt. Pures ätherisches Rosmarinöl reizt die Haut. Als Faustregel für einen Esslöffel mildes Öl (15 ml) gilt: 3 Tropfen Rosmarinöl ergeben etwa 1 Prozent, 6 Tropfen etwa 2 Prozent. Fertige Haaröle sind schon verdünnt.
  2. Auf die trockene Kopfhaut geben. Scheitel dein Haar an mehreren Stellen und gib das Öl direkt auf die Haut, vor allem dort, wo das Haar dünner wird. In den Längen bringt es wenig, denn die Haarwurzeln sitzen in der Haut. Ein paar Tropfen pro Stelle reichen.
  3. Eine Minute einmassieren. Massiere das Öl mit den Fingerspitzen oder einem Applikator in kleinen Kreisen ein, ohne Druck und ohne Fingernägel. So verteilt es sich, und die Kopfhaut wird besser durchblutet.
  4. Einwirken lassen, am besten über Nacht. Je länger das Öl auf der Kopfhaut bleibt, desto mehr kann einziehen. Zieh dafür am besten einen alten Kissenbezug auf. Wenn das nicht geht, lass es mindestens ein bis zwei Stunden vor dem Haarewaschen einwirken.
  5. Vier- bis fünfmal pro Woche, über Monate. Mehrere kleine Anwendungen pro Woche bringen mehr als eine große am Sonntag. Am einfachsten klappt es, wenn du die Anwendung mit etwas verbindest, das du sowieso jeden Abend machst, zum Beispiel mit dem Zähneputzen.

Vor der ersten Anwendung: Teste die fertige Mischung 24 Stunden lang an einer kleinen Stelle in der Armbeuge, denn ätherische Öle können Allergien auslösen. Trage das Öl nicht auf offene oder entzündete Haut auf und bring es nicht in die Augen. Wenn du schwanger bist, stillst oder das Öl bei Kindern anwenden willst, frag vorher in der Arztpraxis oder in der Apotheke nach.

Wie lange dauert es, bis Rosmarinöl wirkt?

Das hängt davon ab, wie schnell Haare wachsen. Ein Haar wächst ungefähr einen Zentimeter pro Monat. Selbst wenn eine Haarwurzel heute wieder aktiver wird, dauert es also Monate, bis man etwas sieht. Vorher-Nachher-Bilder nach vier Wochen zeigen deshalb meistens nur anderes Licht oder eine andere Frisur.

  • Woche 1 bis 4: Die Kopfhaut fühlt sich oft ruhiger an und juckt weniger. An der Menge der Haare ändert sich noch nichts.
  • Woche 4 bis 8: Manche entdecken erste kurze, feine Haare am Haaransatz oder an den Schläfen. Am besten sieht man sie, wenn das Licht von der Seite kommt.
  • Woche 8 bis 12: Die neuen Haare werden länger und kräftiger. Jetzt lohnt sich der erste Foto-Vergleich mit gleicher Stelle, gleichem Licht und gleichem Abstand.
  • Woche 12 bis 24: In diesem Zeitraum hat die Studie ihren Effekt gemessen. Hat sich bis Woche 24 gar nichts getan, ist Rosmarinöl für dich wahrscheinlich nicht der richtige Weg.

Manche bemerken in den ersten zwei bis drei Wochen sogar mehr Haare in der Bürste. Das kann an der Massage liegen, die lockere Haare löst, die sowieso bald ausgefallen wären. Meistens hört das von selbst wieder auf. Wenn es über mehrere Wochen deutlich mehr wird, hör auf und lass die Ursache ärztlich abklären.

Kann man Rosmarinöl selber machen?

Ja, und das kostet nur ein paar Euro. Es gibt zwei Wege, die aber unterschiedlich gut funktionieren.

Ätherisches Öl mit einem milden Öl mischen

Du kaufst ätherisches Rosmarinöl und gibst zum Beispiel 6 Tropfen in einen Esslöffel Jojobaöl, was ungefähr 2 Prozent ergibt. In einer dunklen Flasche mit Pipette hält die Mischung einige Monate, wenn sie kühl und dunkel steht. Weil du das reine Öl tropfenweise abmisst, weißt du ungefähr, wie stark deine Mischung ist.

Rosmarinzweige in Öl einlegen

Du legst getrocknete Rosmarinzweige für ein bis zwei Wochen in Öl und siebst sie danach ab. Das riecht gut und pflegt die Haare, aber wie viel Wirkstoff dabei im Öl landet, weiß niemand. Das hängt von der Pflanze, der Ernte, der Temperatur und der Zeit ab. Frische Zweige enthalten außerdem Wasser, in dem sich Keime vermehren können. Nimm deshalb lieber getrocknete Zweige.

Wenn du Rosmarin über mehrere Monate testen willst, ist die erste Variante besser. Denn wenn nach einem halben Jahr nichts passiert ist, weißt du beim eingelegten Öl nicht, ob Rosmarin bei dir nicht wirkt oder ob einfach zu wenig davon drin war.

Rosmarinwasser oder Rosmarinöl: Was ist besser?

Rosmarinwasser ist ein Aufguss: Du übergießt Rosmarinzweige mit kochendem Wasser, lässt alles abkühlen, siebst es ab und füllst es in eine Sprühflasche. Das ist angenehmer in der Anwendung, enthält aber weniger von dem, worauf es ankommt.

Rosmarinwasser

  • leicht, fettet nicht, auch morgens möglich
  • wenig Wirkstoff, weil sich die öligen Bestandteile kaum in Wasser lösen
  • hält nur ein paar Tage im Kühlschrank
  • keine Studien am Menschen bekannt

Rosmarinöl, verdünnt

  • fettet, deshalb besser abends oder über Nacht
  • deutlich mehr Wirkstoff, und du kannst ihn genau dosieren
  • hält mehrere Monate
  • dazu gibt es die Studie von 2015

Wenn es dir um dünner werdendes Haar geht, ist das Öl die bessere Wahl. Du kannst beides aber auch kombinieren: morgens das Wasser und abends das Öl.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Rosmarinöl gibt es bei dm und Rossmann, in der Apotheke, im Reformhaus und online, für 4 bis über 40 Euro. Der Preis sagt dabei wenig über die Qualität aus. Diese fünf Punkte sagen mehr:

  1. Wo Rosmarin in der Zutatenliste steht. Die Zutaten sind nach Menge sortiert. Bei Haarölen stehen die milden Öle immer vorne. Danach sollte Rosmarinus Officinalis Leaf Oil kommen und nicht erst ganz am Ende hinter den Duftstoffen.
  2. Ob echtes Öl drin ist oder nur Duft. Steht dort statt des Öls nur Parfum oder Fragrance, riecht das Produkt zwar nach Rosmarin, enthält aber kaum etwas davon.
  3. Schutz vor Licht. Ätherische Öle werden durch Licht mit der Zeit schwächer. Eine dunkle Glasflasche ist gut, eine durchsichtige Flasche nicht.
  4. Wie das Öl auf die Kopfhaut kommt. Eine Pipette oder ein Applikator macht einen großen Unterschied. Aus einer Flasche mit breiter Öffnung landet das meiste in den Haaren statt auf der Haut.
  5. Ob nur Rosmarin drin ist. Manche Produkte kombinieren Rosmarin mit Koffein oder Pfefferminzöl, also mit Stoffen, zu denen es eigene Studien gibt.

Neben den Eigenmarken von dm und Rossmann findet man oft Namen wie Mielle, Neqi, Casida oder Heldengrün. Welches Produkt zu dir passt, entscheiden diese fünf Punkte eher als der Name auf dem Etikett.

Welche Fehler machen die meisten?

  1. Das Öl kommt in die Haare statt auf die Kopfhaut. Dann werden zwar die Spitzen gepflegt, aber an der Dichte ändert sich nichts.
  2. Ätherisches Öl wird pur aufgetragen. Das kann zu Rötungen und Brennen führen und im schlimmsten Fall zu einer Allergie, die bleibt.
  3. Viel auf einmal, dafür selten. Die Kopfhaut kann nur eine begrenzte Menge aufnehmen, deshalb ist öfter ein wenig besser.
  4. Nach sechs Wochen aufgeben. In der Studie war selbst nach drei Monaten noch nichts messbar.
  5. Kein Foto am ersten Tag. Ohne Vergleichsbild verlässt du dich später auf dein Gefühl, und das täuscht oft. Ein Foto am ersten Tag bei gleichem Licht genügt.

Wann reicht Rosmarinöl nicht aus?

Rosmarinöl ist ein Pflegeprodukt und ersetzt keinen Arztbesuch. In diesen Fällen solltest du deinen Haarverlust zuerst ärztlich abklären lassen:

  • Runde, klar begrenzte kahle Stellen, die in wenigen Wochen entstanden sind. Dahinter kann kreisrunder Haarausfall stecken.
  • Plötzlich sehr viel Haarverlust am ganzen Kopf, besonders nach einer Krankheit, einer Operation, einer Diät oder einer sehr stressigen Zeit.
  • Weitere Beschwerden wie ständige Müdigkeit, eine Gewichtsveränderung, ein veränderter Zyklus oder brüchige Nägel. Ob zum Beispiel die Schilddrüse, ein Eisenmangel oder ein Vitamin-D-Mangel dahintersteckt, zeigt eine Blutuntersuchung.
  • Eine Kopfhaut, die schmerzt, nässt oder dauerhaft gerötet ist.
  • Stellen, die seit Jahren völlig glatt sind. Wo keine Haarwurzel mehr aktiv ist, hilft kein Pflegeprodukt.
Growly Rosmarin Haaröl in brauner Glasflasche mit Pipette und Kopfhaut-Applikator

In eigener Sache

Growly Rosmarin Haaröl

Unser Haaröl ist fertig verdünnt und arbeitet mit drei Wirkstoffen, die sich ergänzen: Rosmarin, Koffein und Zwiebelextrakt. Dazu kommen zwölf weitere abgestimmte Inhaltsstoffe. Damit fallen Abmessen und Mischen weg. Eine Pipette am Abend reicht, mit dem Applikator kommst du gezielt an Scheitel und Schläfen. Für sichtbar volleres und kräftigeres Haar bei dünner werdendem Haar.

Im 3er-Set rund 44 Cent am Tag · ohne Sulfate und Silikone · bis zu 180 Tage Geld-zurück-Garantie

Zum Haaröl

Häufige Fragen

Hilft Rosmarinöl wirklich gegen Haarausfall?

In der bisher einzigen größeren Studie am Menschen stieg die Zahl der Haare mit Rosmarinöl nach sechs Monaten ähnlich stark wie mit Minoxidil (2 %), einem Mittel aus der Apotheke. Nach drei Monaten war in keiner Gruppe etwas messbar. Die Studie hatte keine Vergleichsgruppe ohne Wirkstoff und wurde noch nicht in größerem Rahmen wiederholt. Rosmarinöl ist ein Pflegeprodukt und ersetzt keine Behandlung.

Wie oft sollte man Rosmarinöl anwenden?

Am besten vier- bis fünfmal pro Woche oder täglich, jeweils am Abend. Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Menge. Plane mindestens drei bis sechs Monate ein, bevor du ein Urteil fällst.

Muss man Rosmarinöl auswaschen?

Nicht sofort. Je länger es auf der Kopfhaut bleibt, desto mehr kann einziehen, deshalb ist über Nacht ideal. Am nächsten Morgen wäschst du es mit deinem normalen Shampoo aus. Wenn du es nicht über Nacht drin lassen willst, lass es mindestens ein bis zwei Stunden einwirken.

Kann man ätherisches Rosmarinöl pur auftragen?

Nein. Ätherisches Rosmarinöl ist sehr stark und kann die Kopfhaut reizen oder eine Allergie auslösen. Verdünne es in einem milden Öl: 3 Tropfen auf einen Esslöffel ergeben etwa 1 Prozent, 6 Tropfen etwa 2 Prozent. Fertige Haaröle sind schon verdünnt.

Wie lange dauert es, bis Rosmarinöl wirkt?

Eine ruhigere Kopfhaut bemerken viele nach zwei bis vier Wochen. Erste feine Haare zeigen sich, wenn überhaupt, meistens ab Woche 4 bis 8 und deutlicher ab Woche 8 bis 12. In der Studie wurde der Effekt nach sechs Monaten gemessen. Haare wachsen nur etwa einen Zentimeter pro Monat, schneller geht es nicht.

Was ist besser: Rosmarinwasser oder Rosmarinöl?

Rosmarinwasser ist leichter und angenehmer, enthält aber deutlich weniger Wirkstoff, weil sich die öligen Bestandteile kaum in Wasser lösen. Außerdem hält es sich nur ein paar Tage im Kühlschrank. Bei dünner werdendem Haar ist das verdünnte Öl die bessere Wahl. Du kannst beides aber auch kombinieren.

Kann Rosmarinöl den Haarausfall am Anfang verstärken?

In den ersten zwei bis drei Wochen fallen manchen mehr Haare in der Bürste auf, weil die Massage lockere Haare löst. Das hört meistens von selbst wieder auf. Werden es über Wochen deutlich mehr oder reagiert die Kopfhaut mit Rötung, Brennen oder Juckreiz, hör auf und lass die Ursache ärztlich abklären.

Ist Rosmarinöl auch für Frauen geeignet?

Ja. Bei Frauen wird das Haar meistens entlang des Scheitels lichter, und genau dort gehört das Öl hin. Wenn der Haarverlust plötzlich beginnt, zum Beispiel nach einer Geburt oder in den Wechseljahren, lohnt sich zusätzlich ein Gespräch in der Frauenarzt- oder Hausarztpraxis, weil auch Hormone dahinterstecken können.

Darf man Rosmarinöl in der Schwangerschaft verwenden?

Das solltest du vorher in der Arztpraxis, mit deiner Hebamme oder in der Apotheke klären. Zu ätherischen Ölen in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es zu wenige Daten, deshalb wird zur Vorsicht geraten. Das gilt auch für Kinder.

Hilft Rosmarinöl bei Geheimratsecken?

Geheimratsecken sind die typische Form des erblich bedingten Haarverlusts, also genau das, was die Studie von 2015 untersucht hat. Entscheidend ist, ob an der Stelle noch Haarwurzeln aktiv sind. Wo noch feiner Flaum wächst, kann das Haar wieder voller aussehen. Eine Stelle, die seit Jahren völlig glatt ist, spricht auf kein Pflegeprodukt an.

Quellen

  1. Panahi Y. et al. (2015): Rosemary oil vs minoxidil 2% for the treatment of androgenetic alopecia: a randomized comparative trial. SKINmed 13(1):15–21. PubMed-Nr. 25842469
  2. Murata K. et al. (2013): Promotion of hair growth by Rosmarinus officinalis leaf extract. Phytotherapy Research 27(2):212–217. PubMed-Nr. 22517595
  3. Dhurat R. et al. (2017): An Open-Label Randomized Multicenter Study Assessing the Noninferiority of a Caffeine-Based Topical Liquid 0.2% versus Minoxidil 5% Solution in Male Androgenetic Alopecia. Skin Pharmacology and Physiology 30(6):298–305. PubMed-Nr. 29055953
  4. Oh J.Y. et al. (2014): Peppermint Oil Promotes Hair Growth without Toxic Signs. Toxicological Research 30(4):297–304. PubMed-Nr. 25584150

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Growly ist ein Kosmetikprodukt zur Pflege von Kopfhaut und Haar. Bei anhaltendem oder plötzlichem Haarverlust wende dich bitte an eine Hautärztin oder einen Hautarzt.